Noten

Geschriebene Noten ähneln eingeschlagenen Nägeln; wir kommen mit unseren Instrumenten und ziehen sie einen nach dem anderen heraus, als zögen wir einen Nagel heraus und befreiten ihn.

Tiziano Scarpa, Stabat mater, Wagenbach 2009

Ein Buch über das berühmte Waisenhaus in Venedig, mit dem der Rote Priester verbunden war. Aus der Sicht eines der geigenden Mädchen geschrieben. Lesenswert!)

 

 

 

Blockflöte auf hoher See

aus: Matthias Politycki: In 180 Tagen um die Welt, marebuchverlag 2009

 

Jalta, Ukraine

Jeder, der noch eine Blockflöte in der Hand halten könne, dürfe auftreten,gemeinsam werde man gegen die Seekrankheit anmusizieren.

 

Hamilton, Bermudas

Und abends im Bordprogramm: "Liebeslied für unseren Planeten", die Multimediashow einer Blockflötistin! Ihre 57 verschiednen Flöten hat sie in einer seperaten Suite untergebracht; die Kabinenstewardessen dürfen dort noch nicht mal die Vorhänge aufziehen. Seit 25 Jahren gibt sie Konzerte für Mensch und Tier; während sie ihre Instrumente virtuos wechselt, wird Videomaterial zugespielt, das ihre früheren Zuhörer zeigt: 400 wilde Islandstuten,die ihr so lange innigst lauschen, bis der Hengst kommt. 80 mittrompetenden Elefanten im ceylonesischen Elefantenwaisenhaus, darunter ein Mörderelefant, der am Ende ihrer Performance sanft einschläft. 82000 Piguine in der Antarktis, die sich freilich kurz nach beginn des Flötensolos ins Meer stürzen.... In manchen Sequenzen sieht man die Dame mit ihrer früheren Partnerin, die auf Komodo ihr Leben für die Kunst gegeben: Der Drache, dem sie ein Ständchen brachte, wiegte sich fünf Minuten lang im Takt, angeblich hatte er kurz zuvor einen Iren verschluckt und empfand die irische Musik als verdauungsfördernd. Aus einer plötzliche Laune heraus verschlang er die fllötistin jedoch - vielleicht hatte sie unbedachterweise etwas Englisches angestimmt. Zum Abschluß eine keltische Ballade für Delphin und Orchester; als Zugabe Lockruf der Wale, direkt von derreling des 8-er Decks geflötet.

 

Auf der Datumsgrenze

4:30 Uhr "Suite Dreams: Unser Hotelmanager besucht sie mit seiner Blockflöte persönlich auf Ihrer Suite und versüßt Ihnen die letzte Phase Ihrer Nachtruhe."

 

 

 

 

 

 

 

Der stille Klang eines Blockflötenorchesters, der schon im 17. Jahrhundert in der "Angels musick" der Oper "The Virgins martyr" von Massenger den Staatsbeamten Samuel Pepys in London so aufwühlte, dass er förmlich krank vor Begeisterung wurde, erreicht auch den Menschen von heute noch. Gustav Scheck.

 

 

LONG ISLAND JOURNAL; Recorder Players Blow Their Own Horn

 

Remember the recorder? That little plastic or wooden flute with a beaked lip and eight holes that squeaked and squealed and squawked every time you tooted it in grammar school music class? Sometimes called a pennywhistle, it comes in many sizes, from a six-inch soprano garklein to the nearly seven-foot contrabass, which has to be played standing up. Played correctly, the instruments, which hark back to the 15th century, sound like organ pipes and can create the mellifluous sound of an English madrigal one moment, a hopping rendition of 20th-century swing the next.

...

Just watch Ken Andresen, musical director of the Recorder Orchestra of New York, guiding the Long Island-based band of early music devotees through their biweekly rehearsal. He dances with his arms -- billowy, undulating movements -- as the players in this first and only regularly performing recorder orchestra in the United States blow their pipes through a Mozart minuet, then break into two choirs for Orlando di Lasso's 16th-century Echo song.

...

''The fact is you can play anything,'' said Mr. Andresen, a band teacher at the middle school who arranges and publishes music for the recorder, the most ancient of the woodwinds, outside of the classroom. ''It's an instrument which is easy to play the first few notes and horribly difficult to master.''

...

''There's a whole subculture of recorder players,'' said Diana Foster, a graphic designer from Greenport and the orchestra's president. ''It's a fun way to make music and get to know people. This is a hobby for most people. This is a way to relax.''

By MARCELLE S. FISCHLER

Published: November 21, 1999

The New York Times

 

 

 

 

 

 

 

Arndt von Gavel in Perú

A.v. Gavel rechts im Bild

Blockflöte literarisch

Fundsache in dem Roman "Schattauers Tochter" von Arno Orzessek

Als Gustav an seinem achten Geburtstag erwachte, kam Frieda herein, spielte auf der Blockflöte ein Ständchen und sang für ihn das einfachste und wahrste aller Lieder auf der Welt. Gott ist die Liebe. Er spürte, dass Friedas warme Hände unter der Bettdecke nach seinen Händen suchten, um ein kurzes, kräftiges Gebet zu sprechen. Sie überreichte ihm einen funkelnagelneuen Mercedes, bei dem man Türen und Kofferraumklappe öffnen konnte.. Er sprang aus dem Bett und gab sich ihren Armen gefangen. Er gab ihr die schönsten Küsse und rubbelte seine Schniefnase, die vor Liebe ein bisschen tropfte, an ihrem Hals.

(Arno Orzessek, Schattauers Tochter, Frankfurt 2005, S. 592/593)

 

 

 

 

Lesetip(p):

Helmut Krausser: Die kleinen Gärten des Maestro Puccini, Dumont 2008

 

Dokumentarroman über die Affären des großen Opern-Melodikers Giacomo Puccini.

Blockflötenfrei zwar; aber äußerst vergnüglich und musikgeschichtlich spannend zu lesen.

 

Michela Murgia: Accabadora, Wagenbach 2010

ein auf Sardinien spielender grandioser Kurzroman

 

 

 

 

Zu Hause noch etwas komponiert und dann zu Bett.

Samuel Pepys, 18.2.1662

 

Außerdem einige kleine Melodien komponiert, möge Gott mir verzeihen.

Samuel Pepys, 9.2.1662

 

 

 

 

 

Notenschrank mit Blockflöten im Schloß Gottorf.

 

 


Retrospektive zum 80. Geburtstag von Alfred Pohl

Rheinisches Landesmuseum Bonn

Colmantstrasse 14-16

53115 Bonn

 

vom 17.9 - 2.11.2008

 

 

 

 

 

Über Alfred Pohl, dem wir schon einige Titelbilder zu verdanken haben.

 

"Alfred Pohl, 1928 in Essen geboren und nach Ausbildungsjahren in Trier, Lüneburg, Hannover und Paris seit langem nun in Göttingen lebend, kann inzwischen auf ein denkbar umfangreiches und vielfältiges, zugleich konsequent in sich abgeschlossenes und ganz eigenwilliges Oeuvre zurückblicken. Man kennt diesen Künstler in erster Linie als den Schöpfer schwarz-weißer wie vor allem farbiger Holzschnitte, die er auf einer eigenen Presse hochprofessionell in kleinen Auflagen druckt oder die als Buchschmuck zu Texten bzw. Gedichten von Rose Ausländer, Barbara Frischmuth, Ernst Jünger, Karl Krolow oder Reiner Kunze veröffentlicht wurden. Tatsächlich stellen jedoch diese Arbeiten (...) bei weitem nicht "das Ganze" des Pohlschen Schaffens dar. Neben den Holzschnitten (überwiegend in der Technik der ‚Verlorenen Platte‘ von einem Holzstock gedruckt) entstanden und entstehen immer wieder wunderbare Farbradierungen, und hinter diesen beiden druckgraphischen Medien läßt sich in Stapeln von Skizzenbüchern unterschiedlichen Formats und einer Jahr um Jahr wachsenden Zahl von Aquarell-Serien noch einmal ein eigenes Reich entdecken."
Prof. Dr. Karl Arndt, Göttingen "Salut für Alfred Pohl" in: "Graphische Kunst", Heft 60 / 1. Heft 2003

 

 

 

 

Alfred Pohl ist einer der bedeutensten deutschen Holzschneider der Gegenwart. Seine Arbeiten - zumeist in der Technik der "verlorenen Platte" - erscheinen in kleinen Auflagen.
Pohl ist 1928 in Essen geboren worden, besuchte von 1947-48 die Werkschule in Trier und war von 1948 bis 1951 in Göttingen als Präparatorlehring am Zoologischen Institut der Universität tätig. Von 1954 bis 1957 studierte er an der Pädagogischen Hochschule in Lüneburg und war von 1957 bis 1963 Lehrer in Göttingen. Von 1963 bis 1967 war er Assistent an der Pädagogischen Hochschule Göttingen (Prof. Pistorius) und studierte 1965 in Paris bei Johnny Friedlaender (*1912 †1992). Von 1967 bis 1970 lehrte er am Colegio Peruano-Aleman Alexander v. Humboldt in Lima und beriet von 1971 bis 1979 als Mitglied der Mision Pedagogica das kolumbianische Erziehungsministerium in Bogota. Seit 1974 ist er in Göttingen wohnhaft und unternahm seit dieser Zeit ausgedehnte Reisen in Süd– und Mittelamerika.
Eine enge Freundschaft bestand zu dem Schriftsteller und Lyriker Rudolf Otto Wiemer (*1905 †1998) und dem Holzschneider Karl-Heinz Hansen-Bahia (*1915 †1978).
Ordentliches Mitglied bei:
XYLON, Deutsche Sektion der Internationalen Vereinigung der Holzschneider,
Verein für Original-Radierung München e.V.

Zahlreiche Einzel-Ausstellungen im In- und Ausland, darunter im Städtischen Museum Göttingen, Rautenstrauch-Joest-Museum für Völkerkunde Köln, State College .
Trenton N.J./USA, Universitätsbibliothek Princeton/USA, Museo Zea Medellin/Kolumbien, Museu Nacional de Belas Artes Rio de Janeiro, Galeria Humareda Lima/Peru, Goetheinstitut Salvador, Bahia/Brasilien, Galeria El Callejon in Bogota/Kolumbien.

Buchillustrationen u. a. für Bücher von Reiner Kunze, Ernst Jünger, Rose Ausländer, Rudolf Otto Wiemer. Illustrationsfolgen zu Büchern lateinamerikanischer Autoren u.a. Carlos Fuentes, Octavio Paz, Mario Vargas Llosa, Gabriel Garcia Marquez, Jorge Amado, Juan Rulfo.

Viele seiner Arbeiten befinden sich im öffentlichen Besitz (z.B. Deutscher Bundestag, Auswärtiges Amt, Museum of Modern Art New York, The New York Public Library, Graphische Sammlung Princeton University Library, Städtische Galerie Albstadt, Ibero-Amerikanisches Institut Preussischer Kulturbesitz (Berlin), Städtisches Museum Göttingen, Städtisches Museum Spendhaus Reutlingen. Sein Gesamtwerk wird in stetiger Ergänzung im Rheinischen Landesmuseum in Bonn aufbewahrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Shakespeare und die Blockflöte

Hamlet III. Akt, Szene 2

 

HAMLET

Ja, Sir, doch „Während das Gras wächst“ – das Sprichwort ist schon abgegriffen.

Die Schauspieler treten mit Flöten auf.

O, die Flöten. Laßt mich eine sehen. Gehen wir zur Seite. Warum streicht ihr hier herum, als ob ihr den Wind von mir bekommen wolltet, um mich in ein Garn zu locken?

 

GÜLDENSTERN

O, Mylord, wenn meine Pflicht zu kühn ist, so ist meine Liebe zu aufdringlich.

HAMLET

Das verstehe ich nicht ganz. Willst du auf dieser flöte spielen?

 

GÜLDENSTERN

Mylord, ich kann nicht.

HAMLET

Ich bitte dich.

GÜLDENSTERN

Glaub mir, ich kann nicht.

HAMLET

Ich bitte dich.

GÜLDENSTERN

Ich kenne keinen Griff darauf, Mylord.

 

HAMLET

Es ist so leicht wie lügen. Kontrolliere diese Öffnungen mit deinen fingern und deinem Daumen, blase mit den Mund hinein und sie wird die ausdruckvollste Musik spielen. Sieh, dies sind die Griffe.

 

GÜLDENSTERN

Aber ich kann sie zu keiner harmonischen Äußerung bringen. Ich verstehe nichts davon.

 

HAMLET

Jetzt seht ihr, was für ein armseliges Ding ihr aus mir macht. Ihr möchtet gern auf mir spielen, ihr möchtet gern so tun, als kenntet ihr meine Griffe, ihr möchtet mir gern mein innerstes Geheimnis entreißen, ihr möchtet mich gern von der tiefsten Note bis zum höchsten Punkt meines Umfanges hören – und es steckt viel Musik, eine herrliche Stimme in diesem kleinen Instrument, doch könnt ihr es nicht zum Sprechen bringen. Zum Teufel, meint ihr, ich sei leichter zu bespielen als diese Flöte? Nennt mir, welches Instrument ihr wollt, ihr könnt an mir herumfingern, aber ihr könnt nicht auf mir spielen.

Polonius tritt auf.

 

(Übersetzung: Elisabeth Plessen)

 

 

 

Gedicht von Heinz-Max Aid aus dem Jahr 1968

blockflöte

holz vom baum

nichts als ein stück holz

vom baum

zum leben erweckt

weil er ihm seinen atem gibt

odem einhaucht

wie gott dem ersten geschöpf

er ein schmaler jüngling

mit blassem gesicht

und schlanken fingern

die ein stück holz

singen lassen

jauchzen

und jubeln

klagen

und schluchzen

weinen

und lachen

 

alle töne

zwischen erde und himmel

schweben im raum

alle augen glänzen

 

aber als er den atem

von der flöte nimmt

sehe ich

es ist ein stück holz

nichts als ein stück holz

vom baum

Heinz-Max Aid/1968

 

 

 

Hier eine Stelle aus einem Roman von Hubert Fichte (1935-1986) 

...

Sie beeilte sich nicht, ihren Mantel anzuziehn.

- Pünktlich bist du nicht gerade, sagte Ludwig zu Jäcki:

- Wenn man dich um etwas bittet. Hätte ich ein Taxi bestellen sollen? Er hat doch die Deux Chevaux. Ihr wollt sowieso in die Richtung. Dann könnt ihr mich auch zur Hausmusik fahren. Die Gnädige Frau vorn, der Ehrenplatz.

Ludwig kroch mit der Geige nach hinten:

- Die Sitze habt ihr rausmontiert. Mir soll es recht sein. Das ist bequemer so. Vielleicht kommt ihr doch einen Augenblick mit dazu? Sissi wird da sein. Heinz spielt Fagott. Dr. Altmann teilt sich mit mir den Geigenpart. Vielleicht sogar ein Sopran. Ehe ihr in die Palette müßt. Gammeln. Anstatt was mit nach Hause zu bringen. Eine anständige politische Diskussion. Ein Problem. Ein Ricercar wenigstens. Meine Frau mit dem jugendlichen Hausfreund, während ich Pepusch übe. Es gibt sicher einen guten Tropfen.

- Und Salzstangen sagte Irma.

- Du kannst doch Blockflöte, sagte Ludwig.

Jäcki sah in den Rückspiegel.

 

aus: Hubert Fichte, Der kleine Hauptbahnhof oder Lob des Strichs, Frankfurt 1988

 

 

 

Aus MZ Nr. 146 30. Woche/Münstersche Zeitung 23.7.2003:

Zitat: „Ein Lully wird gerühmt; Corelli lässt sich loben; nur Telemann allein ist übers Lob erhoben“, fand schon Johann Matterhorn. (aus einer Konzertankündigung)

War es wirklich Johann Matterhorn?

 

 

Flöte à bec,

oder Flute ist ein außer Gebrauch gekommenes Blasinstrument von Holz mit sieben Tonlöchern für die Finger,*) und auf der unteren Seite mit einem Tonloche für den Daumen. Es wird bey seinem Traktement wie Hoboe und wie das Clarinett gehalten, erfordert aber zu der Intonation der Töne keine so genau bestimmte Lage der Lippen, oder keinen so bestimmten Ansatz, wie andere Blasinstrumente, sondern es spricht an, wenn nur Luft in das Mundstück gebracht wird, weil es in seiner Höhlung einen Kern und einen Aufschnitt hat, wie eine Stimmpfeife. Die Höhlung desselben ist jedoch gebohrt, und läuft abwärts verjüngt zu, und das Aeußere desselben ist abgedrechselt.
Der Kern ist an dem oberen Ende eingesetzt, und stammt der Rundung des Instrumentes ausgeschnitten, wodurch das Mundstück entstehet, welches eine entfernte Aehnlichkeit mit dem Schnabel verschiedener

 

Gattungen des Federviehes erhält, und die Veranlassung zu dem Namen Flute à bec gegeben hat. Der Umfang dieses Instrumentes beträgt eine Decima sexta, denn es beginnt seinen Ambitus mit dem eingestrichenen f und gehet bis zum dreygestrichenen g durch alle Töne der diatonisch = chromatischen Tonleiter. Weil es mehr Höhe als Tiefe hat, so pflegt man die Notenstimmen für dasselbe in den französischen Violinschlüssel zu schreiben, um bey den höhern Tönen der vielen Nebenlinien der Noten überhoben zu seyn.
Vor einigen Jahrhunderten führte dieses Instrument insbesondere den Namen Ploch = oder Blockflöte, und wurde in sehr verschiedenen Dimensionen gebraucht, denn man hatte eine Baßflöte, deren Umfang sich von dem großen F bis zum eingestrichenen d erstreckte; und eine andere kleinere Baßflöte, die man auch die Tenorflöte nannte, ging von dem großen B bis zum eingestrichenen g. Beyde waren mit einer Klappe versehen, mußten aber wegen der Größe des Korpus, und damit das

 

Instrument eine solche Richtung bey dem Blasen bekam, daß die rechte Hand die Tonlöcher erreichen konnte, vermittelst einer solchen krummen Röhre intonirt werden, die man an dem Fagotte das Es nennet. Eine dritte Art die Altflöte genannt, hatte den Umfang von dem ungestrichenen f bis zum zweygestrichenen d, und war eine Oktave höher als die Baßflöte, hatte aber keine Klappe. Nächst diesem brauchte man sie noch in verschiedenen kleineren Formen, als die oben beschriebene Flöte à bec.

Den Namen Flute douce führt auch eine Orgelstimme, die gewöhnlich von Holz gearbeitet ist, und bey welcher die Pfeifen von dem kerne an verjüngt zulaufen, und oben schief gedeckt sind, so daß die obere Oeffnung des Pfeifwerks weder ganz zu, noch ganz offen ist.
*) Die älteren Instrumente dieser Art hatten das unterste Tonloch doppelt neben einander, so daß man sowohl die rechte, als auch die linke Hand unten haben, und mit Bequemlichkeit des Fingers das eine Loch bedecken konnte. Eileen von beyden mußte aber jederzeit mit Wachs verstopft werden.

Aus Heinrich Christoh Koch 1E;Musikalisches Lexikon 1C;, 1802